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MPU wegen Drogen

Spurwechsel MPU

MPU wegen Drogen

Eine Medizinisch Psychologische Untersuchung kann bei allen Drogendelikten und Drogenproblematiken von den Führerscheinstellen angeordnet werden. Wenn Sie beispielsweise unter Drogeneinfluss am motorisierten Straßenverkehr teilgenommen haben (bspw. unter Amphetamin, Cannabis, Heroin oder Kokain). Anders als beim Alkohol kann eine MPU auch angeordnet werden, wenn Sie beispielsweise nach einem Besuch in einem Club mit illegalen Drogen oder Substanzen erwischt wurden und recht sicher ist, dass Sie diese konsumiert haben.
Eine MPU wird aber unabhängig von Bußgeldern von den Führerscheinstellen angeordnet. In unseren Beratungen erleben wir es immer wieder, dass Betroffene sehr irritiert darüber sind, dass ihre Führerscheinstelle erst viele Monate nach dem Fahrverbot eine MPU anordnet. Viele Betroffene denken, dass die Sache mit dem Bußgeld und dem Fahrverbot erledigt sei. Über die Anordnung einer MPU sind viele dann “geschockt”, weil ein Führerscheinverlust droht. Die Führerscheinstellen geben dann meist eine Frist von 2 bis 3 Monaten zur Vorlage eines positiven Gutachtens. Andernfalls droht der Führerscheinentzug. Meist bleibt dann nicht genug Zeit, um einen Abstinenznachweis zu erbringen, die zwingend erforderlich sind, um eine MPU wegen Drogen zu bestehen. Es ist daher ratsam, umgehend nach dem Verstoß ein Abstinenzkontrollprogramm zu beginnen oder sich seine Haare wachsen zu lassen, sodass man gegebenenfalls eine oder zwei Haaproben abgeben kann, um seine Drogenfreiheit zu belegen.

Nie eine gute Idee
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    Häufigste Gründe für eine MPU

    Die BAST gibt die Alkoholfragestellung mit 40 Prozent als Spitzenreiter an. Es lässt sich leicht erklären, dass Alkohol die häufigste Ursache für eine MPU ist: Alkohol ist weit verbreitet und wird in allen Altersgruppen und in allen sozialen Schichten konsumiert.

    Die Gründe für Alkoholkonsum sind sehr vielfältig. Es hat sich jedoch in diversen Befragungen gezeigt, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Betroffenen, die sich einer MPU wegen Alkohol unterziehen müssen, problematische Trinkmotive haben. Ungefähr 50 Prozent (38,3 + 11,4 Prozent) der Befragten gaben an, wiederholt oder regelmäßig Alkohol zum Abbau emotionaler Anspannung getrunken zu haben. Wobei anzunehmen ist, dass der Anteil deutlich höher ist, denn nicht jedem Betroffenen ist es bewusst, wenn er oder sie in der Vergangen wegen emotionaler Anspannung Alkohol konsumiert hat. Oft wird es den Betroffenen erst in den verkehrspsychologischen Gesprächen bewusst, dass problematische Trinkmotive vorlagen.


    Fragen zum Thema Drogen

    Sind Abstinenznachweise für eine positive Drogen MPU erforderlich?

    MPU Abstinenznachweis: 6 oder 12 Monate Wurde Ihr Führerschein wegen Drogenkonsum entzogen, müssen Sie für ein positives Gutachten Drogenabstinenz nachweisen. Sie können Ihre Drogenfreiheit durch Urinscreenings oder Haaranalysen belegen (je nach Drogenkonsummuster mindestens 6 Monate, in vielen Fällen sind 12 Monate erforderlich). Der Nachweis Ihrer Drogenabstinenz ist für ein positives Gutachten zwingend erforderlich und kann nicht umgangen werden. Wie lange der Betroffene bereits drogenfrei leben muss, um ein positives Ergebnis zu erzielen, hängt vom individuellen Konsumverhalten der Vergangenheit ab und davon, welche Drogen konsumiert wurden. Liegt eine fortgeschrittene Drogenproblematik oder sogar eine Abhängigkeit vor, sollte mindestens ein Jahr Abstinenz nachgewiesen werden. Liegt “lediglich” eine Drogengefährdung vor (z. B. gelegentlicher Cannabiskonsum) reichen meistens 6 Monate Drogenabstinenz aus. Wie viele Screenings Sie durchführen sollten und wie lange der Abstinenzzeitraum sein muss, sollten Sie im Vorfeld Ihrer Medizinisch-Psychologische Untersuchung klären.

      Wie läuft eine MPU wegen Drogen ab?

      Sie müssen den Gutachter davon überzeugen, dass Sie wieder geeignet sind, am motorisierten Straßenverkehr teilzunehmen. Sie sollten nachvollziehbar darlegen, dass Sie nicht erneut unter Drogeneinfluss ein Fahrzeug führen werden. Eine MPU besteht aus drei Teilen:
      • Medizinische Untersuchung
      • Reaktions- und Leistungstests
      • Explorationsgespräch (Gespräch mit einem Psychologen)

      Medizinische Untersuchung

      Im medizinischen Teil der MPU wird Ihr Gesundheitszustand ärztlich untersucht, wie z. B. Reflexe, Herzfunktion sowie der Bewegungsapparat. Sind Ihnen Vorerkrankungen bekannt, sollten Sie sich vor Ihrer MPU unbedingt informieren, ob die bekannte Erkrankung Ihre Fahreignung negativ beeinflussen könnte. Der untersuchende Arzt wird darüber hinaus abfragen, ob Sie regelmäßig Medikamenten einnehmen.
      Ferner wird der Arzt mit Ihnen Ihren Alkoholkonsum besprechen und es wird untersucht, ob bereits Folgeschäden durch Ihren Alkoholkonsum entstanden sind. Sie sollten sich im Vorfeld Ihrer MPU vertiefende Gedanken über Ihren früheren Alkoholkonsum gemacht haben. So können Sie es vermeiden, beim Psychologen und Arzt unterschiedliche Angaben zu Ihrem Alkoholkonsum zu machen.

      Reaktionstests und Leistungstests

      In diesem Teil der MPU wird Ihre Belastbarkeit, Ihr Reaktions- und Konzentrationsvermögen überprüft. Die Tests werden an einem Computer durchgeführt. Dieser Teil der MPU stellt für die meisten Betroffenen überhaupt kein Problem dar. Insbesondere den Jüngeren fällt dieser Teil leicht. Die Reaktionstests und Leistungstests sind jedoch wichtig, um zu überprüfen, ob Sie alle notwendigen Voraussetzungen erfüllen, um ein Fahrzeug im Straßenverkehr sicher zu führen. Auch wenn die Ergebnisse der Reaktions- und Leistungstests nicht ausreichend sind, sind Sie nicht zwangsläufig durchgefallen.
      Sie werden noch die Möglichkeit einer Fahrverhaltensbeobachtung bekommen, in der Sie zeigen können, dass Sie die Voraussetzungen zum sicheren Führen eines Fahrzeuges besitzen. Mit einem Gutachter und einem Fahrlehrer werden Sie dann eine vorher festgelegte Strecke im Straßenverkehr abfahren. Wenn Sie das Fahrzeug sicher und regelkonform im Straßenverkehr steuern, kompensieren Sie hiermit die ungenügenden Reaktions- und Leistungstests.

      Psychologisches Untersuchungsgespräch

      Das psychologische Gespräch ist in der Regel die größte Herausforderung. Das Gespräch beim Psychologen ist sehr ausführlich und geht oft sehr in die Tiefe, worauf viele Betroffene nicht ausreichend vorbereitet sind. In diesem Teil der MPU werden Sie detailliert zu den Hintergründen und Ursachen der aktenkundigen Delikte befragt.
      Der Gutachter möchte von Ihnen plausibel dargelegt bekommen, was Sie bisher verändert haben, um zukünftige Trunkenheitsfahrten sicher vermeiden zu können.
      MPU-Fragen. Weitere Informationen zum Ablauf (vom Delikt bis zur MPU) erfahren sie in einem kostenlosen und unverbindlichen Beratungsgespräch.

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